Der letzte Tag auf dem Graspop war von zwei Dingen geprägt: Japan und Altmeister vor dürftiger Kulisse. Am Mittag machten Crossfaith aus dem Land der aufgehenden Sonne direkt mal jedem klar, dass hier eine Menge Bewegung im Publikum gefordert war. Dem wurde mit jeder Menge Circle Pits und Gehüpfe auch klaglos gefolgt.
Der dritte Festivaltag begann es morgens im Zelt bei Vowws bereits mit einem Auftritt, der eher an moderne Kunst erinnerte. Im Anschluss daran konnte Last Train dann aber weitaus mehr überzeugen. Die sehr energiereiche Performance der noch recht jungen Band ließ keinen kalt. Zurück im Metal Dome war es zur Mittagszeit ungewöhnlich voll. Der Grund waren die Schweden von Self Deception. Ihr sehr poppiger Coremetal kam gut an, die Bühnenshow fuhr mit Pyrotechnik auch richtig groß auf. Aber insgesamt konnten sie mich nicht vollkommen erreichen.
Am zweiten Tag war es sehr Metalcore lastig. Los ging es mittags mit den Newcomern von Static Dress die schon gut beeindrucken konnten in der gleißenden Sonne auf der Jupiler Stage. Anschließend ging es dann im Zelt mit As Everything Unfolds stimmungsvoll weiter um dann mit der spanischen Band Bloodhunter zum ersten mal thrasigere Klänge um die Ohren zu bekommen. Employed To Serve wandelten dann wieder eher in Core Gefilden bevor es mit den Briten Green Lung gemächlicher wurde. Ihr leicht psychedelischer Stoner Metal ließe einen sehr entspannt den Nachmittag verleben bevor es dann mit The Ghost Inside wieder zurück zum Metalcore ging, der mich aber nicht so übermäßig mitnahm.
Nachdem Bush die Bühne verlassen hatte wurde direkt fieberhaft am Aufbau für den Headliner des Abends gearbeitet. Damit man nicht weiter „gestört“ wurde, zog man ein riesiges Banner vor der Bühne hoch. Die Tour läuft im Rahmen der Veröffentlichung des aktuellen Albums „God Of Angels Trust“ und wird daher augenzwinkernd auch „GOAT - Greatest Of All Tours“ genannt. Und der Goat, die Ziege, ist in diesem Zuge omnipräsent.
Nach dem sehr enttäuschenden Beginn, hoffte ich nun auf Besserung. Bush waren mir aus den 90ern noch ein Begriff und ich freute mich sehr auf ihren Auftritt. 1991 in England gegründet hatten sie mit ihrem Alternativ Rock zum Ende der 90er im Fahrtwasser von Nirvana ihren ersten Karrierehöhepunkt. Seitdem waren etwas von meinem Radar verschwunden, aber trotzdem weiterhin sehr produktiv gewesen.
Ursprünglich sollten GEL die erste Vorband für Volbeat sein, aber noch bevor die Tour gestartet war, hatten sie sich nach internen Querelen aufgelöst. Daher musste noch schnell ein Ersatz her. Der wurde dann mit Witch Fever aus Manchester gefunden.
Es hieß früh aufstehen, denn bereits um 5:30 mussten sich mehr als 500 Krefeld Pinguin Anhänger am Krefelder Hauptbahnhof versammeln um gegen 6:00 die lange Reise gen Straubing zu starten. Dies wurde aber gerne in Kauf genommen und so war die Stimmung bereits auf dem Hinweg hervorragend.
Bereits am Samstag sehr früh morgens ging es mit dem Bus von Krefeld aus los in die Hansestadt um sich zunächst den Ort mit seinen Sehenswürdigkeiten anzuschauen und am Sonntag dann in die O2 World zu kommen und möglichst die drei Punkte mitzunehmen. Da Servus TV das Spiel live im TV übertrug verlagerte sich das erste Bully zunächst um eine Stunde nach hinten. Dafür wurde aber freundlicherweise die Choreographie zum Motto der Fahrt "Ballermann 6-unddreissig" gezeigt. Hierzu waren viele in Shorts und T-Shirt ins Stadion gekommen (wovor ich meinen Hut ziehe, denn es war unglaublich kalt draußen).
Das Spiel war relativ kurzfristig angekündigt worden und so fanden auch "nur" 513 Fans den Weg in die Nordhorner Eissporthalle. Für die Ritter sollte es der erste echte Test gegen einen ebenbürtigen oder sogar stärkeren Gegner sein, denn kein geringerer als der amtierende Meister der niederländischen 2. Liga, die Romijnders Devils aus Nimwegen waren zu Gast.
Diesen Sommer ging es südwärts in den Urlaub. Nachdem der erste Zwischenstop in Kehl am Rhein eingelegt wurde, ging es von dort einfach nur kurz mit dem Fahrrad mittels Fahrrad- / Fussgängerbrücke über den Rhein ins französische Straßbourg. Größer könnte ein Kontrast nicht sein. Straßbourg mit seinem mittelalterlichen Charme und den wunderschönen alten Gebäuden in der gesamten Innenstadt und das eher funktional gebaute Kehl mit 60er Jahre Charme auf der gegenüberliegenden Rheinseite.
Ich hatte durch ein Gespräch erfahren, dass es in den Niederlanden einen reinen Tierpark nur mit Affen gibt. Nach kurzer Recherche zeigte sich, dass es sich hierbei um Apenheul in Apeldoorn handelte. Also gab es kurzerhand einen weiteren Punkt für die Tierparkliste.
Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal im NaturZoo Rheine zu Besuch war. Aber auch jetzt im Herbst hat der Zoo seinen Reiz. Der Schwerpunkt liegt hier auf den vielen Affenarten, die sich hier beobachten lassen. Seien es die Kattas, Bartaffen, oder auch die beeindruckenden Dscheladas in ihrem großen Gehege. Insbesondere der Affenwald, wo man gewollt oder ungewollt hautnahen Kontakt mit Berberaffen aufnehmen kann hatte mich schon in meiner Kindheit beeindruckt.