Enttäuschender Zuspruch für Altmeister am Japan Tag
Der letzte Tag auf dem Graspop war von zwei Dingen geprägt: Japan und Altmeister vor dürftiger Kulisse. Am Mittag machten Crossfaith aus dem Land der aufgehenden Sonne direkt mal jedem klar, dass hier eine Menge Bewegung im Publikum gefordert war. Dem wurde mit jeder Menge Circle Pits und Gehüpfe auch klaglos gefolgt.
Im Anschluss gab es dann im Zelt klassischen Thrash mit Angelus Apatrida. Diese Musikrichtung kam leider etwas kurz auf der diesjährigen Ausgabe des Festivals. Wieder unter der Sonne, die glücklicherweise an diesem Tag nicht ganz so gnadenlos brannte gab es dann den nächsten Gast aus Japan mit SiM (oder Silence Iz Mine). Die waren keinen Deut schlechter darin die Menge in Wallung zu bringen wie ihre Landsleute von Crossfaith. Rise Of The Northstar aus Frankreich griffen das Japan Motto in ihrer Bühnendeko und den Songs auf. Auch hier war wieder ordentlich Bewegung auf und vor der Bühne.
Nun kam der erste Fall von mauem Zuschauerzuspruch. Krokus aus der Schweiz können auf eine 50-jährige Historie zurückblicken und waren eine der Stilprägenden Bands im Hard Rock. Aber leider zeigten sich große Lücken im Publikum bei ihrem Auftritt. Anders bei Heaven Shall Burn, die zwar auf ihren krankheitsbedingt ausgefallenen Sänger Marcus Bischoff verzichten mussten, in Britta Görtz aber einen mehr als adäquaten Ersatz gefunden hatten. Wieder rüber auf die South Stage ging das Dilemma der geringen Zuschauer bei Savatage weiter. Auch hier hätte die Band durchaus mehr Zuspruch verdient gehabt, denn die Show war wirklich gut und auch sie sind eine der Stilprägenden Bands des progressiven Powermetals. Doch damit nicht genug: Black Metal Urgestein Triptykon (bestehend hauptsächlich aus den Überresten von Celtic Frost) mussten auch mit einem nur halb gefüllten Marquee vorlieb nehmen. Dabei war die Messe von Fischer der von Nergal einige Tage zuvor in nichts nach (zumindest musikalisch, showtechnisch war Behemoth schon ein ganz anderes Kaliber). Mit Alcest gab es kurz vor Ende des Festivals noch mal etwas entspannendes auf die Ohren bevor man von Lindemann jede Menge Anzüglichkeiten und ekelhaftes um die Ohren geworfen bekam. Teilweise auch manifestiert in Duschen, Torten und Fischen.
Alles in allem war es aber wieder ein großartiges Festival, mit jeder Menge toller Auftritte und auch einigen Überraschungen. Nach vier Tagen forderte es jedoch auch seinen kräftemäßigen Tribut, so dass ich auf der anderen Seite auch froh war, dass es vorüber war. Dennoch kann ich das Festival nur jedem ans Herz legen!
Artikel:
22.06.2025 Crossfaith
22.06.2025 Angelus Apatrida
22.06.2025 SiM (Silence Iz Mine)
22.06.2025 Rise Of The Northstar
22.06.2025 Krokus
22.06.2025 Heaven Shall Burn
22.06.2025 Savatage
22.06.2025 Triptykon
22.06.2025 Alcest
22.06.2025 Lindemann
