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Amon Amarth Artikel

16.06.2023 Amon Amarth

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Amon Amarth stand eigentlich nicht vordringlich auf meiner Liste für den heutigen Festival Tag. Ich hatte sie erst 2019 an gleicher Stelle schon gesehen und zusätzlich gab es zwar mit „The Great Heathen Army“ ein neues Album aus dem Jahre 2022, aber das reizte mich nicht übermäßig. Trotzdem passte es zeitlich gerade ganz gut und Amon Amarth ist immer ein Garant für eine gute Show. Also ab ins Getümmel vor der North Stage.
Mit dem Opener „Guardians Of Asgaard“ vom 2008er Album „Twilight Of The Thundergods“ wurden direkt die Segel gesetzt und die Menge stieg augenblicklich willig mit ein. Ab jetzt war es Hit an Hit und auch auf der Bühne wurde mächtig aufgefahren. War das Bühnenbild alleine schon beeindruckend mit den Booten im Hintergrund und dem Helmförmigen Schlagzeugriser, so wurden immer wieder neue Elemente zeitweise hinzugefügt. Natürlich durfte auch Feuer nicht fehlen und davon gab es reichlich. Etwa zur Mitte des Sets kam es zu den gewohnten Szenen, denn „Put Your Back Into The Oar“ wurde intoniert. Prompt setzte sich das Infield auf den Acker und startete schwungvoll mit Ruderbewegungen. Ein beeindruckender Anblick, der auch Sänger Johan Hegg ein Lächeln abrang. Zusammen mit seinen Mitmusikern Johan Söderberg und Olavi Mikkonen an den Gitarren, sowie Ted Lundström am Bass und Jocke Wallgren hinter der Schießbude pushten sie von Song zu Song die Stimmung weiter nach oben und das Publikum machte gerne mit. Lauter und lauter erklangen die Stimmen. Es war eine einzige große Party. Bei „The Way Of The Vikings“ vom 2016er Album „Jomsviking“ enterten dann zwei mit Schwertern bewaffnete Wickinger die Bühne um sich dort einen filmreifen Kampf zu liefern. Zusätzlich wurde zum Ende des Auftritts hin noch ein großer Drache aufgeblasen, der von Hegg ebenfalls in souveräner Manier bekämpft wurde. Was natürlich nicht fehlen durfte war das gemeinsame Anstoßen zu „Raise Your Horns“ bevor man dann zum größten Hit der Band kam. Als der Hammer geschwungen wurde wussten direkt alle Bescheid und mit der gleichzeitigen Explosion beim herunter sausenden Hammer gab es dann vor der Bühne kein Halten mehr. „Twillight Of The Thundergod“ erzeugte immer einen gewaltigen Chor und das sollte an diesem Abend nicht anders sein, zumal die Sonne sich sehr passend auch langsam senkte.
Auch wenn ich die Band eigentlich nicht unbedingt auf der Liste hatte, wie schon oben angemerkt, so war es doch wieder mal ein überragendes Erlebnis. Mit jedem Mal wo ich die Schweden live erleben durfte wurden die Shows größer und spektakulärer. Mittlerweile haben sie ganz klar einen Headliner Status erreicht und sind definitiv immer einen Besuch wert (ich wurde bislang zumindest nie enttäuscht). Ich weiß nicht, wo die Reise der Jungs noch weiter hingehen soll, aber viel höher geht es bald schon nicht mehr. Deshalb auch hier zum wiederholten Male die Empfehlung: Unbedingt mal eine Liveshow geben. Absolut lohnenswert!

Setlist:

  • Guardians Of Asgaard
  • Raven's Flight
  • The Great Heathen Army
  • Heidrun
  • Death In Fire
  • Deceiver Of The Gods
  • Put Your Back Into The Oar
  • The Way Of Vikings
  • First Kill
  • Shield Wall
  • Raise Your Horns
  • Twilight Of The Thunder God

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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