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Self Deception Artikel

21.06.2025 Self Deception

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Auch heute wird der Tag sich vorwiegend auf der kleinen Bühne und im kleinen Zelt abspielen. Die Sonne stand wieder hoch am Himmel und im Metal Dome war es zu dieser frühen Tageszeit ungewöhnlich kuschelig. So voll hatte ich es mittags selten erlebt. Aber hier wurde gleich auch ordentlich was geboten mit den vier Jungs von Self Deception aus Schweden.
Was jetzt passierte war schwer in Worte zu fassen. Die Musik ist eine unglaublich eingängige Mischung die zum einen die harten Riffs während der Strophen hatten, aber von eingängigen und beinahe schon kitschig poppigen Hooklines ergänzt wurden, die Sänger Andreas Clark ins Mikrophon schmachtete. Unterstützt wurde er von Gitarrist Ronny Westphal und Schlagzeuger Erik Eklund. Am meisten ins Auge stach Bassist Patrik Hallgren, der in seinem Outfit Heihachi Mishima aus dem Actionspiel Tekken zum verwechseln ähnlich sah. Allerdings bearbeitete er glücklicherweise seinen Bass als andere Menschen.
Im Rahmen ihrer Tour zum aktuellen Album „Destroy The Art“ aus dem Vorjahr machte die Combo nun in Belgien halt und es zeigte sich, dass sie mittlerweile doch einen ansehnlichen Ruf und ordentliche Fanbase haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum es so voll war. Aber die Stimmung war grandios. Wie schon vorher Last Train, so zogen Self Deception auch alle Register und konnten das Publikum direkt von der ersten Sekunde auf ihre Seite ziehen. Auch hier wurde immer wieder die Interaktion zwischen den Musikern und den Menschen vor der Bühne gesucht. Bereits bei „The Scandinavian Dream“ glich das Zelt einer einzigen großen Party, die bis zu den letzten Klängen von „Fight Fire With Gasoline“ am laufen blieb und von Song zu Song an Intensität gewann. Ungewohnt war auch, das die Band Feuersäulen und CO2 Streams für ihre Show nutzte, was teilweise nicht mal von größeren Band zu späterer Zeit genutzt wurde. Showtechnisch wurde hier also ganz groß aufgefahren.
Ich hatte im Vorfeld nur kurz mal rein gehört und fand es ganz nett, hatte aber auch nicht zu große Erwartungen. Man sollte jetzt hier musikalisch keine außergewöhnlich hochtrabenden Werke erwarten. Self Deception sind schlicht und einfach im positiven Sinne, so dass sich kaum einer den eingängigen Melodien entziehen kann und direkt mitsingt oder mitsummt. Von daher ist es einfacher Gute-Laune-Metal. So als kleiner Schwedenhappen zwischendurch ganz nett, aber mehr muss man davon auch nicht haben (Zumindest ich nicht. Die Menge im Zelt wird da anders geurteilt haben.).

Setlist:

  • Kallocain
  • The Scandinavian Dream
  • Blood & Scars
  • Matthew McConaughey
  • The Great Escape
  • Hell And Back
  • Hysteria
  • PSYCHO
  • Fight Fire With Gasoline

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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