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Eurovision Song Contest Artikel

14.05.2011 Eurovision Song Contest

Esprit Arena, Düsseldorf (Deutschland)

(Panasonic DMC-TZ7)

Nachdem Lena im letzten Jahr in Oslo einen überragenden Sieg ersungen hatte durfte Deutschland nun als Gastgeber den diesjährigen Eurovision Song Contest ausrichten und hatte die Düsseldorfer Esprit Arena als Austragungsort auserkoren.
Leute aus aller Herren Länder waren also nach Düsseldorf gekommen (nicht nur aus den 43 Teilnehmerländern, sondern auch z. B. aus Australien) um sich das Finale vor einer atemberaubenden Kulisse anzuschauen. Unzählige Hände hatten das Stadion von Fortuna Düsseldorf in einen Tempel des Eurovision Song Contest verwandelt, in dem 36.000 Menschen Platz fanden. Herzstück ist die Bühne in der MItte des Stadions, hinter dem sich eine gigantische 60x18m große LED-Wand erstreckt. Um die Bühne herum waren die Zuschauer angeordnet, so dass man mitten im Geschehen war. Hervorzuheben ist auch noch die Tonanlage: Ich habe noch nie einen so guten Ton in einer so großen Halle erlebt.
Da Lena ja ihren Titel verteitigen wollte, lief die übliche Zeremonie, dass der Eurovision Song Contest mit dem Siegertitel des Vorjahres eröffnet wird etwas anders ab: Stefan Raab, Judith Rakers und Anke Engelke, die Moderatoren des Abends übernahmen diese Aufgabe. So begann die Show gleich atemberaubend mit einer großen Big-Band, 42 Lena-Doubles die die Fahnen der Teilnehmer schwenkten und einem Kurzautritt von Lena bei ihrem Siegertitel "Sattelite".
Im Anschluss daran begann dann der Contest mit 25 Teilnehmern, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. So wurde der Wettbewerb von Finnland mit Paradise Oskar eröffnet, der einsam mit seiner Gitarre auf der Bühne von einer riesigen Erdkugel stand und sein "Da Da Dam" sang. Auch Bosnien Herzegowina schickte eher eine ruhige Nummer ins Rennen, bevor dann die Dänen die erste Pop-Nummer mit "New Tomorrow" brachten. Es gab Eurobeat Nummern wie Ungarns "What About My Dreams", Metal-Nummern wie die der Georgier, Rap mit getragenem Refrain der Griechen, oder auch die von den Franzosen sehr gewagt ausgewählte opernhafte Nummer "Sognu" die sehr beeindruckend von Amaury Vassili dargebracht wurde.Genau so aufgedreht wie die Jungs von Jedward selber war auch ihr Auftritt und ihre Bühnenshow bei ihrem Beitrag "Lipstick".
Insgesammt wurde bei allen Teilnehmern alles aufgefahren, was die Showtechnik so hergab: die LED-Wand, Lichteffekte, Nebel, Feuerwerk, etc. Besonders erwähnenswert waren im Grunde noch zwei Auftritte: zum einen der von Lena, bei der die Halle wirklich am kochen war und der Beitrag der Ukraine. Das Lied an sich nicht überragend, aber sehr unterstützt durch eine Sandmalerin, deren live auf der Bühne erstellten Werke in Echtzeig riesig auf der LED-Wand gezeigt wurden.
Nachdem dann alle 25 Teilnehmer gesungen hatten gab es eine Pause für die Abstimmung des Publikums in der Eurovision mit anschließendem Auswerten. Um diese zu überbrücken durfte Jan Delay mit seiner Band Disco Nr. 1 die Halle rocken, was er auch eindrucksvoll tat. Anschließend ging es dann zur obligatorischen Punktevergabe. Und auch hier wurde ein neuer Maßstab gesetzt: denn zunächst sah es so aus, als würden Stefan Raab und Anke Engelke in den Green Room gehen, aber dann schnappte sich Stefan die Gitarre und rief Judith Rakers im Green Room unter den Klängen der von ihm gespielten Eurovisionsmelodie zu: "Judith, tear down this wall!" Daraufhin begann sich die große LED-Wand zu öffnen, die Teilnehmer im Greenroom wurden in ihren Boxen sichtbar und nahmen unmittelbar mit dem Publikum an der Punktevergabe teil, die souverän von Anke Engelke geleitet wurde.
Nach vielen spannenden Führungswechseln setzte sich schlussendlich mein Favorit Aserbaidschan mit seinem Duo Ell/Nikki mit "Running Scared" durch und somit wird der Eurovision Song Contest nächstes Jahr in Baku stattfinden. Überraschend aus meiner Sicht war noch der zweite Platz der Italiener, die nach langer Abstinenz wieder mitmachten. Der 10. Platz von Lena war im Rahmen des erwarten. Einzig die Schweizerin Anna Rossinelli ist meiner Meinung nach etwas unter Wert geschlagen worden. Es war zwar nicht grad eine überragende Nummer, aber auch nicht so schlecht, dass sie so abgeschlagen letzte werden musste.

Setlist:

  • 1. Finnland: Paradise Oskar mit "Da Da Dam" (21. Platz, 57 Punkte)
  • 2. Bosnien Herzegowina: Dino Merlin mit "Love in Rewind" (6. Platz, 125 Punkte)
  • 3. Dänemark: A Friend In London mit "New Tomorrow" (5. Platz, 134 Punkte)
  • 4. Litauen: Evelina Sasenko mit "C’est Ma Vie" (19. Platz, 63 Punkte)
  • 5. Ungarn: Kati Wolf mit "What About My Dreams" (22. Platz, 53 Punkte)
  • 6. Irland: Jedward mit "Lipstick" (8. Platz, 119 Punkte)
  • 7. Schweden: Eric Saade mit "Popular" (3. Platz, 185 Punkte)
  • 8. Estland: Getter Jaani mit "Rockefeller Street" (24. Platz, 44 Punkte)
  • 9. Griechenland: Loukas Yiorkas feat. Stereo Mike mit "Watch my Dance" (7. Platz, 120 Punkte)
  • 10. Russland: Alexey Vorobyov mit "Get You" (16. Platz, 77 Punkte)
  • 11. Frankreich: Amaury Vassili mit "Sognu" (15. Platz, 82 Punkte)
  • 12. Italien: Raphael Gualazzi mit "Madness of Love" (2. Platz, 189 Punkte)
  • 13. Schweiz: Anna Rossinelli mit "In Love For A While" (25. Platz, 19 Punkte)
  • 14. Großbrittanien: Blue mit "I Can" (11. Platz, 100 Punkte)
  • 15. Moldau: Zdob si Zdub mit "So Lucky" (12. Platz, 97 Punkte)
  • 16. Deutschland: Lena mit "Taken By A Stranger" (10. Platz, 107 Punkte)
  • 17. Rumänien: Hotel FM mit "Change" (17. Platz, 77 Punkte)
  • 18. Österreich: Nadine Beiler mit "The Secret is Love" (18. Platz, 64 Punkte)
  • 19. Aserbaidschan: Ell/Nikki mit "Running Scared" (1. Platz, 221 Punkte)
  • 20. Slowenien: Maja Keuc mit "No One" (13. Platz, 96 Punkte)
  • 21. Island: Sjonni’s Friends mit "Coming Home" (20. Platz, 61 Punkte)
  • 22. Spanien: Lucia Pérez mit "Que Me Quiten Lo Bailoao" (23. Platz, 50 Punkte)
  • 23. Ukraine: Mika Newton mit "Angel" (4. Platz, 1 Punkte)
  • 24. Serbien: Nina mit "Caroban" (14. Platz, 85 Punkte)
  • 25. Georgien: Eldrine mit "One More Day" (9. Platz, 110 Punkte)

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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