15.06.2023 Papa Roach
Graspop Metal Meeting
Dessel (Belgien)
(Canon PowerShot G7 X Mark II)
Nachdem ich bislang nur durch die Zelte getingelt war (auch wenn das teilweise bei den Temperaturen nichts schlechtes war), ging es jetzt am späten Nachmittag endlich nach draußen vor die Main Stages. Nu-Metal Urgestein Papa Roach stand auf dem Plan und das schien nicht nur bei mir so gewesen zu sein, denn vor der South Stage war es ganz ordentlich gefüllt. Seit Anfang der 1990er Jahre mischen sie die Szene bereits ordentlich auf und heute konnte ich sie zum ersten mal endlich live bewundern.
Los ging es aber zunächst mit was neuerem. "Kill The Noise" vom aktuellsten Album "Egotrip" zeigte klar die Entwicklung, die die Band in all den Jahren durchlaufen hatte. Aber spätestens beim zweiten Song "Getting Away With Murder" vom gleichnamigen 2004er Album kam die Menge langsam in Wallung und die Good-Old-Vibes strömten über die Weide in Dessel. Die Crowdsurfer eroberten den Himmel und der kontinuierliche Strom sollte bis zum Ende des Auftritts nicht abreißen. Sänger Jacoby Shaddix war in Hochform, genau so wie seine Mitmusiker. Nicht nur stimmlich, auch stimmungstechnisch war das ganz großes Kino. Papa Roach wusste was die Menge wollte und arbeitete konsequent in Richtung Höhepunkt hin. Immer wieder vermischten sie neuere mit älteren Songs und streuten auch einige Coverversionen wie "Firestarter" von The Prodigy oder "Still D.R.E." von Dr. Dre ein. Diese waren zwar grundsolide, aber die Stimmung in der Menge kühlte dadurch auch immer wieder etwas ab. Doch nicht ohne mit Klassikern wie z. B. "Between Angels And Insects" vom 2000er Album "Infest" dann wieder richtig durchzustarten. Die Circle Pits hörten nicht auf zu toben und auch die Menge hing willig an Shaddix Lippen um jeden Song lauthals mitzusingen. Und dann war er endlich da. Der Moment auf den der Acker schon die ganze Zeit hin gefiebert und auch die Band den entsprechenden Spannungsbogen aufgebaut hatte: Der letzte Song. Was sonst außer ihrem Megahit "Last Resort" könnte das sein? Die Band lieferte. Und wie! Genau so wie die Menge, die noch einmal alles gab und aus diesem Auftritt einen wirklich unvergesslichen machte.
Mit den Songs von Papa Roach und Limp Bizkit ging es für mich durch die späten 1990er und frühen 2000er Jahre. Während ich Limp Bizkit aber schon live gesehen hatte, hatte es sich einfach nicht ergeben, Papa Roach über den Weg zu laufen. Bis zu diesem Tag und ich wurde absolut nicht enttäuscht. Wow hat diese Band abgeliefert! Der Acker war voll, die Stimmung aufgeheizt und die Jungs absolut in Spiellaune. Da stimmte wirklich alles und für mich war es ganz klar das absolute Highlight des Donnerstags und auch einer der besten Auftritte des gesamten Wochenendes. Wer die Band mal in der Nähe hat, sollte nicht lange überlegen und sich umgehend ein Ticket organisieren. Es lohnt sich wirklich!
Setlist:
- Kill The Noise
- Getting Away With Murder
- Help
- Blood Brothers
- Dead Cell
- Broken Home (Eminem's "Loose Yourself" Intro)
- Firestarter (The Prodigy Cover)
- ... To Be Loved (Ramones's "'Blizkrieg Bop" Snippets)
- Lullaby (The Cure Cover, Instrumental)
- Scars
- No Apologies
- Still D.R.E. (with Tommy Thayer guitar solo)
- God Of Thunder (with bass solo)
- Psycho Circus
- Let Me Go, Rock'N'Roll (Dr. Dre Cover, Snippet With Band Introductions And "Infest" First Verse)
- Between Angels And Insects
- Born For Greatness
- Lat Resort
Weblinks:
| Papa Roach Homepage der US amerikanischen Band Papa Roach. | |
| Graspop Metal Meeeting Homepage des Graspop Metal Meeting Festivals in Dessel (Belgien). |


















