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Asking Alexandria Artikel

16.06.2023 Asking Alexandria

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Der Tag schritt voran und nach einer kurzen Pause ging es auf der Northstage mit Metalcore weiter, den die Jungs von Askin Alexandria von der Insel im Gepäck hatten. Die Briten waren nach mehreren Jahren endlich wieder mal in Belgien zu Gast um mit „Alone Again“ vom 2021er Album „See What’s On The Inside“ munter loszulegen. Sänger Danny Worsnop hatte sich in einen schwarzen Umhang gehüllt und verbarg sein Gesicht weitestgehend hinter einer großen Sonnenbrille und der Kapuze. Hut ab, dass er bei den Temperaturen so ein Bühnenoutfit gewählt hatte.
Ihm zur Seite spielte Mitmusiker Cameron Liddell an der Gitarre der sich posend ununterbrochen über die Bühne bewegte und wirklich den gesamten ihm zur Verfügung stehenden Platz ausnutzte. Außerdem waren da noch Bassist Sam Bettley und Schlagzeuger James Cassells, die zwar etwas mehr im Hintergrund blieben, aber nicht minder druckvoll agierten. Auch wenn die Briten gerade erst ein neues Album namens „Where Do We Go From Here?“ herausgebracht hatten, gab es mit „Dark Void“ erst kurz vor Ende des Sets gerade mal einen einzigen Song von diesem. Ansonsten gab es eine muntere Mischung quer durch ihre Bandgeschichte, die auch von wechselhaften Bandbesetzungen geprägt war. Vor der Main Stage war es recht gut gefüllt und die Band versuchte auch das Publikum mitzunehmen. Das gelang aber leider nicht vollständig. Insgesamt merkte man immer wieder, dass Worsnop Probleme mit einigen Stellen in den Songs hatte und einige Screams nicht auf den Punkt brachte. Statt dessen ließ er dann das Publikum diese Passagen meistern. Zusätzlich kam dann gegen Mitte des Sets die Aussage von ihm müde zu sein und deshalb sollte die Menge das durch nur noch mehr zusätzlicher Energie auffangen (bei dem Wetter eine gewagte Aufforderung). Man spielte sich so durch die Setlist und einzelne Pits gingen sporadisch auch auf, trotzdem war es am Ende ganz gut, als das Set zu den Klängen von „Alone In A Room“ vom 2017er Album „Asking Alexandria“ endlich zu Ende ging.
Ich war mit nicht 100% sicher, wie ich den Auftritt bewerten sollte, da ich die Band zuvor noch nicht live gesehen hatte. Musikalisch war da jede Menge Potential aber das nützt nichts, wenn man es live nicht auf die Bühne bekommt. Insgesamt war der Auftritt eine Mischung aus routiniert runter gespielt und wenig Ambitionen gute Stimmung zu erzeugen. Dazu dann noch die Lustlosigkeit von Worsnop gepaart mit stimmlichen Unzulänglichkeiten taten ihr übriges dazu. So kann man nur resümieren: Insgesamt gute Ansätze aber am Ende für den zugeteilten Slot und den Ruf der Band viel zu wenig.

Setlist:

  • Alone Again
  • The Final Episode (Let's Change The Channel)
  • Into The Fire
  • Where Did It Go?
  • The Violence
  • Run Free
  • Someone, Somewhere
  • Down To Hell
  • Dark Void
  • Alone In A Room

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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