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Airbourne Artikel

16.06.2023 Airbourne

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Nachdem Asking Alexandria doch eher wenig überzeugte, ging es wieder rüber auf die South Stage um hoffentlich auf eine sichere Bank aus Australien zu treffen. Airbourne war mal wieder auf dem Graspop zu Gast (mittlerweile bereits zum 4. Mal) und auch für mich war es mittlerweile das dritte Mal, dass ich sie live erleben durfte. Bereits der Opener „Ready To Rock“ vom 2013er Album „Black Dog Barking“ war eigentlich eine rein rhetorische Frage. Natürlich war jeder hier vor der Bühne bereit alles zu rocken!
Und damit begann die wilde Fahrt durch die Setlist, die einmal alle Kracher der Bandgeschichte bereit hielt. Die Menge war in Feierlaune, genau so wie die Band. Frontmann Joel O’Keeffe machte dann auch genau, was man von ihm gewohnt war: Rock And Roll live auf der Bühne. Er bellte einem die Songs um die Ohren und wirbelte von einem Ende der Bühne zum anderen. Als diese ihm nicht mehr reichte, ließ er sich auf den Schultern eines Security Mannes durch die Menge tragen um auf seiner Gitarre ein formvollendetes Solo zu zaubern. Wieder zurück auf der Bühne gab es dann die üblichen Dosen Bier, die auf dem Kopf aufgeschlagen wurden oder die Becher Bier, die ins Publikum gefeuert wurden. Etwas dezenter im Hintergrund blieben dann schon seine Mitstreiter Brett Tyrell an der zweiten Gitarre, Justin Street am Bass und Joel O’Keeffes Bruder Ryan am Schlagzeug. Auch die Bühne war wie gewohnt mit jeder Menge Verstärker und Boxentürmen geschmückt, so dass sie optisch eine Menge hermachte. Das Publikum war genau so in Feierlaune wie die Band und die Stimmung stieg von Song zu Song. Das ganze kam dann zum Höhepunkt als sich alle beim obligatorischen letzten Song „Runnin’ Wild“ vom gleichnamigen 2007er Erstling hinsetzen sollten um dann noch ein letztes Mal zu explodieren.
Es war glücklicherweise die erwartete sichere Bank und konnte die Stimmung nach dem doch eher mauen Auftritt von Asking Alexandria wieder hoch befördern. Jedoch muss ich auch hier (allerdings auf hohem Niveau) etwas bemängeln. Denn ähnlich wie bei Rammstein, wo man seit Jahren genau bei jedem Song weiß, was einen auf der Bühne erwarten wird verhält es sich bei Airbourne ähnlich. Die Songs sind super und auf jeden Fall was zum mitgröhlen. Keine Frage. Allerdings ist das drum herum eben wie bei Rammstein auch immer ähnlich und bietet wenig Überraschungen Joel O’Keeffe zeigte die selben Sachen, die er auch schon bei früheren Auftritten gebracht hatte (einzig die häufig gemachte Klettertour unters Bühnendach fehlte heute; wahrscheinlich ist ihm eindringlich erklärt worden, das aus Sicherheitsgründen zu unterlassen). Auch der Bühnenaufbau ist irgendwie immer mehr oder minder gleich. Man darf mich nicht falsch verstehen: Die Show ist es auf jeden Fall wert gesehen zu werden und ich würde jedem, der die Band nicht kennt auch empfehlen sich eine Show live zu geben wenn man sie in der Nähe zu Gast hat. Wenn man sie aber schon öfter gesehen hat, kann sich eine gewisse Abnutzung einschleichen. Nichts desto trotz: ich hatte jede Menge Spaß mit ihrem Auftritt!

Setlist:

  • Ready To Rock
  • Too Much, Too Young, Too Fast
  • Back In The Game
  • Girls In Black
  • Burnout The Nitro
  • Boneshaker
  • Breakin' Outta Hell
  • Live It Up
  • Runnin' Wild

 

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