22.06.2025 Krokus
Graspop Metal Meeting
Dessel (Belgien)
(Canon PowerShot G7 X Mark II)
Der Nachmittag schritt voran und es wurde Zeit für das erste Urgestein des Tages: Krokus aus der Schweiz können auf nicht weniger als 50 Jahre Bandgeschichte zurück blicken. Mit ihnen ging es zurück in die Anfangszeiten des Hard Rocks und man fühlte sich durchweg ein wenig an AC/DC erinnert während der kommenden Stunde.
Was allerdings auffällig war, war dass nicht nur auf der Bühne ein relativ hoher Altersschnitt zu sehen war, sondern auch im Publikum. Das mag eventuell am heutigen Programm liegen, denn mit Savatage und Judas Priest sollten noch zwei weitere Bands ähnlichen Kalibers folgen. Darüber hinaus waren doch deutliche Lücken in den Reihen zu sehen, was aber der guten Laune auf der Bühne und in der Menge keinen Abbruch tat. Bereits 2019 waren sie auf Abschiedstournee und in diesem Rahmen ebenfalls schon auf dem Graspop zu Gast. Aber bereits 2023 war der drang weiter zu touren zu stark und so ist man seitdem wieder unterwegs. Sänger Marc Storace war sehr gut bei Stimme und so begann mit dem Opener „Headhunter“ die musikalische Reise durch die vielen Jahre Bandhistorie. Dass man da nicht alle zufrieden stellen kann war klar. Erstaunlich fand ich auch, dass trotz des schier endlosen eignen Materials auf zwei Coverversionen im Set zurück gegriffen wurden, wo besonders „Rockin’ In The Free World“ von Neil Young herausstach. Die Verstärkertürme sowie von Flammen geprägte Videosequenzen auf den LED Wänden hinter den Jungs unterstützten noch das klassische Hard Rock Feeling. Was allerdings die Hundeskulptur dort zu suchen hatte, hatte sich mir nicht wirklich erschlossen. Von Zeit zu Zeit kamen die Fäuste der Menge in die Luft, wenn man von den Gitarristen Fernando von Arb, Mandy Meyer und Mark Kohler, sowie Chris von Rohr am Bass und nicht zuletzt Flavio Mezzodi am Schlagzeug dazu aufgefordert wurde. Wie nicht anders zu erwarten bei einem klassischen Hard Rock Set durfte dann natürlich auch ein amtliches Drumsolo nicht fehlen. Insgesamt ein routiniert gespielter Auftritt, aber der letzte Funke Begeisterung vom Publikum fehlt da doch etwas und so hieß es nach rund 60 Minuten dann Abschied nehmen.
Die Musik an sich war grundsolide aber riss mich nicht wirklich mit. Nun gut, ich muss gestehen, dass mich AC/DC auch nicht so richtig abholt, muss dann wohl etwas am Musikstil liegen. Aber ich denke, dass Krokus eher eine Insiderband im Genre ist, trotz ihrer nicht unerheblichen musikalischen Erfolge, die vorwiegend den Älteren noch ein Begriff ist. Das würde auch die Publikumszusammenstellung trotz recht gutem Slot auf einer der Mainstages erklären. Vorwiegend Männer schon etwas gehobeneren Alters und recht große Lücken im Infield. Dabei hätte Krokus doch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Ich verbuche es als nette Erfahrung und wartete eh schon mehr auf den nachfolgenden Act auf der benachbarten North Stage: Heaven Shall Burn.
Setlist:
- Headhunter
- Long Stick Goes Boom / Pinball Wizard
- Stayed Awake All Night (Bachman – Turner Overdrive Cover)
- Winning Man
- Eat The Rich
- Fire
- Rockin’ In The Free World (Neil Young Cover)
- Bedside Radio
- Easy Rocker
- Heartstrokes
- Drum Solo
- Live For The Action
Weblinks:
| Krokus Homepage der schweizer Band Krokus. | |
| Graspop Metal Meeeting Homepage des Graspop Metal Meeting Festivals in Dessel (Belgien). |
























