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Machine Head Artikel

16.06.2023 Machine Head

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Nachdem Gojira bereits amtlich abgerissen hatten kam nun der dritte Headliner des Abends und dies war kein geringerer als Machine „Fucking“ Head. Zu den ersten Klängen, zu denen noch der große Machine Head Logo Banner den Blick auf die Bühne verdeckte brandete bereits riesiger Jubel auf der dann direkt in mehrere Pits mündete in der Sekunde als es fiel und die Band „Imperium“ vom 2003er Album „Through The Ashes Of Empires“ intonierte.
Frontmann Robb Flynn machte direkt klar, dass die Jungs Bock hatten und schleuderte ein munteres „Bang your head, motherfuckers!“ in die Runde. Daraufhin flogen nicht nur auf der Bühne Haare und Finger, sondern auch davor. Neben der dauerhaften Besatzung Jared Mac Eachern am Bass, der gelegentlich auch stimmlich unterstützte und Matt Alston am Schlagzeug war für die Liveshow noch Reece Scruggs an der zweiten Gitarren mit von der Partie. Machine Head war extra für diese Show über den großen Teich geflogen und fuhr ordentlich auf. Zwar war die Lightshow eher spartanisch und hielt die Bühne vorwiegend im dunklen blau und rot, dafür nebelte es immerzu und mit Flammen wurde wahrlich nicht sparsam umgegangen. Kaum ein Song bei dem sich nicht irgendwo eine Flammensäule in den Himmel schraubte. Klar, dass die meisten für die Klassiker wie „Ten Ton Hammer“ vom 1997er Album „The More Things Change..“ oder „The Blood, The Sweat, The Tears“ vom 1999er Album „The Burning Red“ vor der Bühne standen. Daher war die Stimmung auch bei den neuen Songs vom aktuellen Album „Of Kingdome And Crown“ etwas gedämpfter aber nicht wirklich schlechter. Diese wurden gut in die gesamte Setlist eingearbeitet, so dass sie keinen Bruch darstellten. Das Grinsen war Flynn förmlich ins Gesicht gemeißelt wenn er ins Publikum schaute und die Reaktionen bewunderte. Dazu wurde auch auf der Bühne ordentlich Action gezeigt. Egal ob man poste, Flynn Rücken an Rücken mit Mac Eachern spielte: ständig herrschte überall Bewegung.
Mit „Locust“ vom 2011er Album „Unto The Locust“ wurden die 10 Plagen noch mal akustisch ins Gedächtnis gebracht, bevor man über „From This Day“ und „Davidian“ auf die Zielgerade einbog. Nach einer kurzen Pause wurde nochmal alles gegeben und „Halo“ vom 2007er Album „The Blackening“ brachte alle zum mitsingen. Dazu kreisten die Pits und die Menschen flogen über die Menge. Das große Finale kam dann zu den Schlussakkorden, als ein gigantisches Feuerwerk hinter und über der Bühne gezündet wurde, so dass man denken konnte, es handle sich um den Abschluss des Festivals am Sonntag Abend.
Was für ein Auftritt! Das letzte Mal hatte ich die Band auf dem Wacken Open Air 2012 gesehen. Seitdem waren sie mit Ausnahme des Bloodstock Festivals nicht mehr auf europäischen Festivals zu Gast gewesen. Da Avenged Sevenfold kurz vor Festivalbeginn absagen mussten, hatte das Graspop anscheinend alles in Bewegung gesetzt um Machine Head auf den belgischen Acker zu locken. Basierend auf der Historie der letzten Jahre ein leichtes Risiko, aber eines was es voll und ganz wert war. Denn die hohe Latte, die Gojira bereits vorgelegt hatte, wurde von Flynn und seinen Jungs ganz locker übersprungen. Sie waren das wahre Highlight des Tages, wenn nicht gar des Festivals. Flynn war ob der Stimmung im Publikum das Grinsen ins Gesicht gemeißelt. Anders als bei Guns 'N Roses wurde der Acker auch nicht leer gespielt, sondern die Stimmung stieg von Song zu Song bis zum Siedepunkt an. Dazu trug auch die bombastisch feurige Bühnenshow mit bei, die überragend war. Galt Machine Head in den letzten Jahren eher als fragwürdiger Gast auf Konzerten, so muss man sagen, dass sie an diesem Abend wahrlich abgeliefert haben und damit in der Form eine ganz klare Empfehlung sind!

Setlist:

  • Imperium
  • Ten Ton Hammer
  • CHØKE ØN THE ASHES ØF YØUR HATE
  • The Blood, The Sweat, The Tears
  • Crashing Around You
  • RØTTEN
  • Aesthetics Of Hate
  • Old
  • MY HANDS ARE EMPTY
  • Locust
  • From This Day
  • Davidian

Encore:

  • Halo

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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