Völlig überraschend erhielt ich vom Organisationsteam des FortaRock eine Woche vor dem Festival eine Mail in der mir mitgeteilt wurde, dass ich bei deren Gewinnspiel, bei dem ich zwei Wochen zuvor mitgemacht hatte 2 Eintrittskarten für das gesamte Wochenende gewonnen hatte. Da ich es am Freitag leider nicht einrichten konnte dort zu sein begann für mich das Festival erst am Samstag.
Um 21:00 war es dann endlich so weit. Die Umbauarbeiten sowie der Soundcheck waren abgeschlossen, das Licht ging aus und die ersten Klänge des Intros „Eidola“ erklangen. Das 1000. Konzert der Band Epica begann und im komplett ausverkauften großen Saal des 013 gab es vor der Bühne kein Halten mehr.
Bevor es zum Höhepunkt des Abends kommen sollte durfte die nicht minder erfolgreiche italienische Combo Lacuna Coil das Publikum begeistern. Eigentlich sind sie gerade nicht am touren, da sie gerade an einem Buch und einer DVD arbeiten. Für die Einladung von Epica haben sie aber eine Ausnahme gemacht.
Nach MaYaN habe ich erst einmal beschlossen eine kurze Essenspause einzulegen. Der Abend würde noch lang genug werden, so dass eine kleine Stärkung nicht schlecht war. Daher habe ich den Auftritt von Myrkur nur zur Hälfte mitbekommen. Die dänische Sängerin Amalie Bruun bestreitet dieses Soloprojekt zusammen mit ihren namenlosen Instrumentalisten.
Das erste Highlight des Tages war sicherlich der Auftritt von MaYaN. Das zeigte sich nicht nur am mittlerweile sehr gut gefüllten Saal, sondern auch dem Aufwand der auf der Bühne betrieben wurde. Schließlich sollten während des Auftritts nicht weniger als 11 Musiker die Bühne bevölkern.
Direkt nach den klassischen Heavy Metallern von Nightmare wurde hektisch umgebaut und gerade zu Beginn des Auftritts der US amerikanischen Progressive Metal Band Oceans Of Slumber schien es, als wären noch nicht alle soundmäßigen Einstellungen beendet.
Am heutigen Tag soll das 1000. Epica Konzert stattfinden an dem Ort, wo im Jahre 2002 alles begann. Und so durfte man sich auf ein Mini-Festival mit vielen befreundeten Bands freuen, bei denen die Franzosen Nightmare den Anfang machen durften.
Nach den Jungs von Poem durften Textures aus den Niederlanden zeigen, was sie drauf haben. Sie hatten ihr aktuelles Album „Phenotype“ im Gepäck aus dem es dann auch einige Kostproben gab. Mit ihrem Progressive Deathmetal wurden da schon deutlich härtere Seiten aufgezogen im Vergleich zu ihren Vorgängern. Sänger Daniel de Jongh feuerte auch direkt mal eine ordentliche Breitseite mit dem Opener „Drive“ aus dem 2006er Album „Drawing Circles“ ins Publikum.
Bei Poem von Newcomern zu sprechen trifft es nicht wirklich. Die Band aus Griechenland gründete sich 2006 und passend zum zweiten Album „Skein Syndrom“ welches gerade erst im März erschienen ist hatte Amorphis sie eingeladen um mit ihnen Europa unsicher zu machen. Und so stehen die vier Jungs nun hier auf der kleinen Bühne in der Matrix Bochum und begeistern das Publikum welches sich bereits zu Beginn eingefunden hat.
Den Höhepunkt dieses wirklich tollen Abends bildeten dann die Finnen von Amorphis um Frontmann Tomi Joutsen. Es war eng, es war stickig und warm, aber jetzt wurde vom Publikum noch einmal alles gegeben. Nach 40 Tagen in 33 verschiedenen Orten sollte die Tour zum aktuellen Album "Under The Red Cloud" heute hier ihren Abschluss finden. Dabei merkte man ihnen diese mit Sicherheit nicht wenig anstrengenden Reisen quer durch Europa überhaupt nicht an. Alle strotzten noch vor Energie und machten unmissverständliche von Anfang an klar, dass hier heute noch einmal alles gegeben werden würde.
