Gleich drei Headliner auf einmal
Am zweiten Tag des Graspop Metal Meetings 2023 in Dessel ging es munter weiter. Den Tag eröffneten für mich Black Mirrors im Metal Dome. Die rockige Mischung überraschte positiv und machte direkt Lust auf mehr. Das gab es dann in Form von Thundermother. Die Mädels um Frontfrau Filippa Nässil lieferten ebenfalls eine gute Show mit klassischem Hard Rock im Stile AC/Dcs.
Vom Hard Rock dann zu härteren Klängen von Pro Pain. Mit ihrem tollen Querschnitt aus 30 Jahren Band Historie konnten sie problemlos das Publikum zum mitmachen bewegen. Es blieb beim Metalcore, jetzt aber von Asking Alexandria die leider der Tiefpunkt des Tages waren. Die Briten zeigten nicht wirklich hohe Motivation und so blieb auch die Rückmeldung aus der Menge überschaubar. Schade, denn sie haben deutlich mehr Potential. Das hatten definitiv die Jungs aus Down-Under von Airbourne. Gewohnt routiniert performten sie auf der Mainstage und die Stimmung kochte bereits am Nachmittag hoch. Vor den Headlinern des Abends gab es dann bei Orange Goblin noch mal etwas Zeit zum durchatmen. Mit schönem Stoner Rock ging es dann ganz gechillt aus dem Zelt zurück vor die Main Stages.
Hier bauten sich bereits die Nordmänner von Amon Amarth auf und boten eine Headliner würdige Show. Da war alles dabei, was das Herz begehrte: Von Kämpfen auf der Bühne, riesigen aufblasbaren Bühnnbildern und natürlich jeder Menge Feuer gepaart mit gewohnt treibenden Rhythmen war das ganze ein Selbstläufer. Nun begann die Zeit der laut Shirt und Plakat gleichwertigen drei Headliner des Tages. Den Anfang machte Disturbed. Nach 2019 bereits das zweite Mal, dass ich sie sehen durfte und es wurde ein ergreifender Auftritt. Anders direkt danach Gojira, die bei untergehender Sonne alles auffuhren, was showtechnisch möglich ist. Großartiger Metal mit progressivem Einschlag, Musiker die technisch wirklich brillierten und unglaublich beeindruckende Videos als Begleitung auf den LED Wänden gepaart mit perfekt passender Illumination der Bühne. Wahnsinn! Doch kaum verließen sie die Bühne und man dachte, dass jetzt nichts besseres mehr kommen könnte, bewiesen Machine Head das Gegenteil. Seit vielen Jahren waren sie nicht mehr auf europäischen Festivals zu Gast gewesen und jetzt zeigten sie, dass das vollkommen zu Unrecht war. Musikalisch war es ein wahrer Abriss und die Bühnenshow war perfekt choreografiert. Man hatte das Gefühl, dass wohl alle Gasreserven noch verfeuert werden mussten und zum Abschluss gab es noch ein Feuerwerk, welches dem des Abschlusstages würdig gewesen wäre. Alles in allem wieder ein rundum gelungener Festivaltag.
Artikel:
16.06.2023 Black Mirrors
16.06.2023 Thundermother
16.06.2023 Pro-Pain
16.06.2023 Asking Alexandria
16.06.2023 Airbourne
16.06.2023 Orange Goblin
16.06.2023 Amon Amarth
16.06.2023 Disturbed
16.06.2023 Gojira
16.06.2023 Machine Head
